Wechsel von der Abrechnung nach Gutachten zur Reparaturabrechnung

April 2012

Der Bundesgerichtshof hat am 18.10.2011 (AZ: VI ZR 17/11) noch einmal zu einer in der Praxis häufig vorkommenden Situation Stellung genommen.

Regelmäßig rechnen Unfallgeschädigte erst einmal den Schaden auf Basis der in einem Gutachten ausgewiesenen Reparaturkosten ab. Da in diesem Fall die Mehrwertsteuer nicht erstattet werden kann, reichen die Geschädigten nach der Reparatur dann die Reparaturrechnung ein, um die Mehrwertsteuer ebenfalls zu erhalten.

Der Bundesgerichtshof hat nun noch einmal klargestellt, dass der Geschädigte genau diese Schritte gehen darf. Er ist durch die Abrechnung auf Basis des Gutachtens nicht an diese Abrechnungsart gebunden, sondern kann später auch die Abrechnung einreichen und die Summe hieraus geltend machen.

So kann insbesondere geschädigten geholfen werden, die eine Entscheidung über die Reparatur kurzfristig nicht treffen können oder wollen.
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