Reparaturkosten auf der Grundlage der Stundenverrechnungssätze

Januar 2008

Das Amtsgericht Wuppertal hat am 11.1.2008 (32 C 197/07) entschieden, dass der Geschädigte eines Verkehrsunfalls die Reparaturkosten auf der Grundlage der Stundenverrechnungssätze einer markengebundenen Fachwerkstatt zuzüglich der üblichen Aufschläge auf Ersatzteile ersetzt verlangen kann. Dies gilt auch, sofern die Reparatur nicht real durchgeführt wird, sondern der Geschädigte den ihm entstandenen Schaden auf Basis eines eingeholten Gutachtens abrechnet.

Die vom Amtsgericht Wuppertal entschiedene Frage basiert auf dem von Seiten der Haftpflichtversicherungsunternehmen häufig erhobenen Einwand, wonach andere Werkstätten zu günstigeren Preisen arbeiten, als die markengebundenen Fachwerkstatt. Gerade bei Abrechnungen auf Basis eines Gutachtens wird dieser Einwand regelmäßig erbracht, er ist mittlerweile aber durch eine Vielzahl von Entscheidungen entkräftet. Die Entscheidung des Amtsgerichtes Wuppertal gibt die momentan gültige Rechtsprechung wieder.

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