Fahrerlaubnis auf Probe

Antragstellern, die erstmalig eine Fahrerlaubnis erwerben wird die Fahrerlaubnis grundsätzlich nur auf Probe erteilt. Dies ist unabhängig davon, wie alt der Antragsteller ist, auch ein fünfzigjähriger Antragsteller wird bei erstmaliger Erteilung einer Fahrerlaubnis lediglich eine Fahrerlaubnis auf Probe erhalten.

Die Probezeit dauert grundsätzlich zwei Jahre und beginnt mit dem Erwerb der Fahrerlaubnis. Sofern die Fahrerlaubnisbehörde die Teilnahme an einem Aufbauseminar anordnet verlängert sich die Probezeit um zwei weitere Jahre. Darüber hinaus verlängert sich der Lauf der Probezeit während Beschlagnahmen, Sicherstellungen und Verwahrung des Führerscheins oder bei vorläufiger Entziehung der Fahrerlaubnis um die Zeit, in denen die Maßnahmen durchgeführt werden.

Wenn innerhalb der Probezeit zumindest zwei geringfügige oder eine schwerwiegende Ordnungswidrigkeit begangen werden, die jeweils in das Verkehrszentralregister einzutragen sind, oder aber Straftaten begangen werden kann die Fahrerlaubnisbehörde verschiedene Maßnahmen anordnen.

Als erste (mildeste) Maßnahmen kommt in Betracht, dass die Teilnahme an einem Aufbauseminar angeordnet wird. Hierzu setzt die Fahrerlaubnisbehörde dem Inhaber der Fahrerlaubnis eine Frist. Durch die Anordnung zur Teilnahme am Aufbauseminar wird die Probezeit um zwei weitere Jahre verlängert.

Als zweite Maßnahmen kann die Fahrerlaubnisbehörde eine Verwarnung mit Hinweis auf eine verkehrspsychologische Beratung aussprechen. Diese etwas schärfere Maßnahme erfolgt, wenn der Inhaber der Fahrerlaubnis nach der Teilnahme an einem Aufbauseminar innerhalb der Probezeit erneut auffällig wird.

Als dritte Maßnahmen kann die Fahrerlaubnisbehörde sodann die Entziehung der Fahrerlaubnis anordnen. Diese erfolgt dann, wenn der Inhaber der Fahrerlaubnis an dem Aufbauseminar nicht fristgerecht teilnimmt oder wenn nach dem Ausspruch der Verwarnungen wiederum eine schwerwiegende oder zwei weniger schwerwiegende Zuwiderhandlungen bekannt geworden sind.

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