Vollbeweis bei unfallfremden Ursachen

April 2012

Der Bundesgerichtshof hat am 23.11.2011 (AZ: IV ZR 70/11) eine interessante Entscheidung zum Unfallversicherungsrecht getroffen.

Grundsätzlich versichert ist der Fall, dass der Versicherungsnehmer nach einem Unfall einen Dauerschaden erleidet und deshalb die Invaliditätsentschädigung beansprucht. Bei der Bemessung der Entschädigung ist dann entscheidend, welchen Umfang der Dauerschaden hat und ob der Dauerschaden durch den Unfall verursacht wurde.

Soweit unfallfremde Vorerkrankungen den Dauerschaden zu mindestens 25 % mit verursacht haben, ist der Versicherer insoweit zu einer Entschädigung nicht verpflichtet.

Der Bundesgerichtshof hat nun klargestellt, dass der Versicherer diese unfallfremden Vorerkrankungen und die Beteiligung von mindestens 25 % voll beweisen muss. Ihm kommen hierbei keinerlei Beweiserleichterungen zu Gute.

In vielen Fällen gelingt der Beweis nicht sicher, so dass in diesen Fällen der Versicherer keine Kürzung vornehmen darf

Informationen aus den Rechtsgebieten
Social Media

zur Facebook-Seite der Kanzlei Lühl & Partner
www.facebook.com/KanzleiLuehlUndPartner/

Hier finden Sie Neuigkeiten aus der Kanzlei und aus unseren Tätigkeitsbereichen.

D.R.S. Begutachtungsverfahren Dienstleistungs- und Kanzleimanagement