Keine Kostenerstattung bei LASIK-Operation

September 2008

Das Landgericht Manhheim hat mit Urteil vom 4.3.2008 (8 O 320/08) entschieden, dass die Kosten einer LASIK-Operation vom privaten Krankenversicherer nicht zu tragen sind.

Zur Begründung führt das Landgericht aus, es handele sich bei einer Fehlsichtigkeit nicht um eine Krankheit im Sinne der Bedingungen, hier § 1 Abs 2 MBKK 94. Bei einer Fehlsichtigkeit liege kein anormaler, regelwidriger Körper- oder Geisteszustand vor. Zwar sei eine Sehstärke von 0,0 dpt. der Idealfall, die Mehrzahl der Menschen erreiche diesen aber nicht. Deshalb könne die Sehstärke 0,0 dpt. nicht als Maßstab genommen werden, bei deren Nichterreichen ein regelwidriger Körperzustand vorliegt.

Außerdem sei die LASIK-Operation nicht medizinisch notwendig, sofern die Fehlsichtigkeit auch durch eine Brille beseitigt werden kann.

Das Urteil ist bisher nicht rechtskräftig und erscheint insbesondere im Hinblick auf die Festlegung, dass Fehlsichtigkeit keine Krankheit sei recht gewagt.

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